Zwei sehr unterschiedliche Merkmale kennzeichnen die „Stadt am Berg“ für den Besucher. Zum einen ist es noch immer die reiche Ortsgeschichte, die vom hohen Mittelalter bis herauf in die frühe Neuzeit die Geschicke des Heiligen Römischen Reichs wie von ungefähr spiegelt. Zeugen sind die Ruinen der Burg und der Ort des ehemaligen Renaissance-Schlosses. Da wirkten die staufertreuen Calwer, die Hausmacht stärkenden Habsburger Grafen und schließlich die Wittelsbacher Fürsten.
Zum ganz anderen aber erschien vor nurmehr 86 Jahren ein Poet zwischen den alten Fachwerkhäusern. Manfred
Kyber, ein Balte, betrat die literarische Museumslandschaft um Kerner, Mörike, Hölderlin und vermehrte fortan den „ganzen Zauber dieser Gegend“ (Rainer
Moritz).
Wir treffen uns am Manfred-Kyber-Museum (es ist ausgeschildert). Eine kleine Wanderung ist vorgesehen, wir passen uns jedoch lässig den Wetterverhältnissen
an.